Man muss auch lernen, – nichts zu tun -,
nur da sein und an nichts zu denken.
Man muss doch lernen auszuruhn,
dem Nichts-Tun Zeit auch zu verschenken.

Ich leg mich hin, schau auf zur Decke,
bemerke nicht mal meine Spatzen.
Wenn ich da lieg, die Beine strecke,
da könnte gar der Kragen platzen.

Man muss es lernen, – nichts zu tun -;
das ist sehr schwer in unserer Welt.
Man nennt es Zeitverlust, das Ruhn,
trotzdem’s gesund ist und gefällt.

Der Mensch ist doch keine Maschine,
kein Wasserrad, das immer dreht;
auch keine elektrische Turbine,
die ständig läuft, nie stille steht.

Der Mensch ist doch ein Werk des Herrn,
das Er erschuf für diese Welt.
Er wacht in Seinem Himmel fern,
damit die Welt zusammenhält.

Wir haben ja den freien Willen,
den jedem Gott fürs Leben schenkt;
den Willen Gottes zu erfüllen,
darf jeder tun, wie er sich’s denkt.

Ich hab die Gabe, abzuschalten,
wenn was im Leben mir missfällt.
Und manchmal muss ich kurz anhalten,
weil’s sonst mein Körper nicht aushält.

Vielleicht ist’s nur die Liebe,
die keine Unterbrechung will.
Es heisst, dass Liebe ewig bliebe;
verliebte Herzen stehn nie still!

© 12/2007 Artur Beul, Zollikon.

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