Mir blüh’n im Herzen alle Tage
die Rosen, die im Sommer blüh’n.
Glaub, es ist wahr, wenn ich das sage.
Der Winter hat es mir verzieh‘n.
Die Rosen sind gleich so wie Träume,
sie möchten leben, nicht verblüh’n.
Sie duften wie Kastanienbäume,
wenn weiss die Blütenkerzen glüh’n.
Du kennst dies herrliche Empfinden;
im Leben hast Du’s oft gespürt;
im Alter kann es auch verschwinden,
was Rosen zum Verwelken führt.
Du spürst jedoch den Rosenduft,
ahnst ihre vielen, bunten Farben.
Geniess die parfümierte Luft
der jungen, frischen Rosengarben.
Denk nicht, dies alles ist für später,
denn später heisst so viel wie nie.
Der Rosenduft, nicht immer weht er.
Wenn Rosen in Dir blüh’n, pflück sie!
Auch Herzensrosen, die vergeh’n,
wenn man sie lieblos stehen lässt;
sie möchten Gegenliebe sehn.
Halt Herzensrosen in Dir fest!
© 12/2007 Artur Beul, Zollikon.
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