Einst gab es Krach in unserm Heim.
Den fasse ich in einem Reim!
Es war vor vielen, vielen Jahren,
nachdem wir längst zusammen waren.
Wir sassen beide am Klavier.
Ich hat’ den Text schon auf Papier.
Der passte aber Lale nicht.
Sie sagt’s mir offen ins Gesicht:
„Das Lied ist eine üble Schnulze,
geschrieben von Herr Norbert Schultze.
Von dir erwart’ ich etwas mehr,
als nur Ahoi, Matrosen, Meer!“
Ich aber fand das Lied okay,
doch nun entstand ein Streitgeschrei.
Die Lale riss mein Lied in Fetzen,
stand auf und ging – und liess mich sitzen.
Sie ging hinauf, erbost ins Zimmer.
Ich schrie: „Hör auf mit dem Gewimmer!
Komm raus aus dem veschloss’nen Raum.
Wir ändern s’ Lied, es wird ein Traum.“
Und dann hört’ ich, ich konnt’s kaum fassen,
schon gar nicht von der Lale…sonst gelassen,
Lale: „Vergiss es nicht,…ich bin ein Star!“
Artur: „Auch bin einer, ist’s dir klar?“
Jetzt ging die Zimmertüre auf
Und alles nahm den alten Lauf.
Wir beide fingen an zu lachen.
Man muss dem Streit ein Ende machen.
Wir sassen am Klavier zum Schluss,
mit neuem Lied und einem Kuss.
© 10/2006 by Artur Beul, Zollikon.
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