Erst kürzlich fragte mich ein Mann,
wozu wir hier auf Erden leben,
wenn man nicht mehr wie früher kann,
den Tagen einen Sinn zu geben.
Der Mann war alt, jünger als ich
und seine Frau, die starb vor Jahren.
Warum fragt dieser Mann grad mich?
Was wollte er von mir erfahren?
Die Antwort musst’ ich überlegen.
Sie ist nicht leicht und doch sehr klar.
Ein Mensch zu sein ist doch ein Segen,
nur ist dies nicht für jeden wahr.
Ich sagte ihm, wieso mich fragen?
Ich selber weiss Bescheid für mich.
Die Antwort kann nur Einer sagen,
doch dieser Eine … bin nicht ich.
Für viele ist das Leben Freude.
Bis hin zum allerletzten Tag.
S’ ist wie für Kühe eine Weide,
auf der man gerne weiden mag.
Für andere ist’s wie Höllenfeuer,
darin man selbst der Teufel ist.
Des Lebens Freuden zahlt man teuer.
Es kommt auf dich an, wie du bist…
Am beste lebt man ohne Fragen
und nimmt es hin wie’s Gott gegeben.
Man muss es so wie’s ist ertragen
und hoffen auf das nächste Leben.
© 01/2008 Artur Beul, Zollikon.
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