Ich lebe in der heut’gen Zeit,
empfand nicht, wie die Zeit enteilte;
die Jahre, die Vergangenheit,
die sichtbar, täglich an mir feilte,

bis ich so war, wie ich heut bin.
Doch was schön war, vergisst man nicht.
Es kommt mir öfters in den Sinn,
hält mir den Spiegel vors Gesicht.

Vergangenheit klebt im Gehirn.
Man kann sie einfach nicht vergessen.
Jetzt seh ich Falten auf der Stirn,
die hatt ich früher nicht besessen.

Vergangenheit, lass mich in Ruh!
Nur einmal kann man sie erleben.
Dann schlägt die Zeit die Türe zu,
und wenig Schönes bleibt dran kleben.

Vergangenheit scheint meist viel besser,
wenn sie einmal vergangen ist.
Sie gleicht sehr meinem Fiebermesser,
der Höhen und auch Tiefen misst.

© 01/2008 Artur Beul, Zollikon.

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