Ich möcht gern wie ein Vogel fliegen,
so hoch, so weit, wie’s mir gefällt.
Nicht schwer und müd am Boden liegen.
Nein, fliegen durch die schöne Welt!
Warum gab Gott mir keine Flügel?
Nur Beine, Arme – die sind schwer,
zum Überqueren Berg und Hügel.
Am Boden geht’ s noch – ich möcht’ mehr!
Ich hab mit meinem Gott gesprochen,
und der, erstaunt, erklärte mir:
„Du kommst mit Wünschen her gekrochen.
Ich schuf den Menschen und das Tier.
Die Vögel, die hoch oben fliegen,
die haben so wie du auch Sorgen.
Denn keiner kann hier alles kriegen.
Wieso das ist, bleibt dir verborgen.
Dafür hast du den freien Willen,
den haben alle Tiere nicht.
Du kannst dir jeden Wunsch erfüllen.“
So endete Gottes Bericht.
So schau ich all die Vögel fliegen
und denk dabei an Gottes Worte.
Bleibe beruhigt und glücklich liegen,
an meinem gottgeschenkten Orte.
© 01/2008 Artur Beul, Zollikon.
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