Ich glaub, dass es den Herrgott gibt,
von dem ich schon als Kind viel hörte;
der uns erschaffen hat und liebt,
der oft viel Schlechtes von mir wehrte.

Ich glaube an die Menschenseele,
die, wie ich weiss, unsterblich ist.
Ich fühl mich wohl, weil ich drauf zähle,
hoff, dass mein Kopf dies nie vergisst.

Ich glaub, der Tod ist nicht das Ende
von meinem Ich, das Gott erschuf.
Ich glaub, er hält mir beide Hände.
Das Mensch-Sein ist ja mein Beruf.

Ich glaub an Dinge, die geschehen,
und die ich nicht erklären kann.
Ich glaub trotzdem, ohne zu sehen,
vielleicht einst später irgendwann.

Denn unser Geist hat nicht die Macht,
die Rätsel Gottes zu ergründen.
Dazu fehlt ihm noch sehr viel Kraft.
Er muss sein Ziel durch Glauben finden.

Ich glaub den Worten jenes Mannes,
der lehrend zu den Menschen ging;
sie taufte, wie am Fluss Johannes,
und tot für uns am Kreuze hing.

Ich glaube trotzdem an die Liebe,
auch wenn sie heut so selten ist.
Gott lenkt das wirre Welt-Getriebe,
was heut die Menschheit oft vergisst.

Ich glaube an das wahrhaft Gute,
das doch in jedem Menschen steckt.
Ich dachte nach und ich vermute,
dass Gutes wieder Gutes weckt.

Ich glaube mehr, als ich will sagen
und schreiben hier auf dies Papier.
Es ist tief in mir eingegraben
und bleibt ein Leben lang in mir.

© 02/2008 Artur Beul, Zollikon.

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