Ein jedes Kind schaut Internet,
dies ist ihr allerliebstes Spiel;
mit Handys quatscht man noch im Bett.
Doch dies Getratsch, das ist zuviel!

Auch Damen draussen, stell Dir vor,
sie können ohne Tratsch nicht leben.
Das Handy ist ein Teil vom Ohr,
das sie auf keinen Fall hergeben.

Auch in der vollen Strassenbahn
klebt’s Handy stets an ihren Ohren.
Dies ist krankhaft, ein übler Wahn!
Ohne dies Ding sind sie verloren.

Sind sie zu Hause angekommen,
dann schliessen sie die Türen zu;
das Handy wird zur Hand genommen,
und weiter tratscht man hier in Ruh.

Mit wem man spricht, dies ist egal;
Hauptsache ist, man kann viel reden.
Solch’ Leute müssten ins Spital,
das heilt „Telefonitis“, jeden.

Wenn Kinder in der Schule meinen:
Das Handy, es gehört hierher;
dies ist bedauerlich, es ist zum Weinen!
Die Schule braucht es bald nicht mehr.

Die Technik kann dem Menschen dienen,
doch lässt dabei Vernunft auch walten!
Es wollen alle Geld verdienen,
nur wenn’s zu viel wird, – dann anhalten!

Die Menschheit krankt an Überfluss,
das macht sie krank und nicht gesund;
sie sucht noch immer mehr Genuss,
dies bringt sie endlich auf den Hund.

Vom Internet, da möcht’ ich schweigen.
Man starrt da Stunden stur hinein.
Es kann dem Menschen alles zeigen,
die grosse Welt wird dadurch klein.

Gespräche, wie sie früher waren,
ersetzt das teure Internet.
Jetzt kannst Du alles hier erfahren
von morgens früh bis spät im Bett.

Die Technik mordet Menschlichkeit!
Man redet nur per Apparat.
Für Freunde hat man nicht mehr Zeit
und strapaziert sein Rückengrat.

Doch wer kann diesen „Fortschritt“ stoppen,
wer zieht die Lebensbremse an?
Die Wissenschaft lässt sich nicht foppen,
weil Stillstand – Rückstand werden kann.

© 03/2008 Artur Beul, Zollikon.

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