Ich habe heut Wünsche begraben,
die ich als ein Gedicht erdacht.
Weil ich die Kraft nicht in mir habe,
hab ich mit Schreiben Schluss gemacht.
Der Kopf, in dem Ideen geboren,
er denkt an andre Nebensachen;
so gehn Gedanken dann verloren,
die mich sonst meistens glücklich machen.
Denn ein Gedicht, es wird geboren,
wie bei der Mutter jedes Kind – !
Jetzt hab den Faden ich verloren,
und dies geht meistens sehr geschwind.
Man wird von Dingen abgelenkt,
die nicht dem Thema zugehören,
weil man an andre Dinge denkt,
die Teufel es wohl aufbeschwören.
Es braucht viel Konzentration
für ein Gedicht, das gut sein muss;
sonst fliegt es als ein Nichts davon,
es müsst’ entstehn in einem Guss.
Ich hab den Kopf bei andern Dingen,
die mir das Dichten heut versagen;
so kann kein gutes Werk gelingen,
dies will ich offen, ehrlich sagen.
© 03/2008 Artur Beul, Zollikon.
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