Wenn zwei Verliebte von sich träumen,
dann schwärmen sie von ihren Augen.
Die Augen tun das Herz ausräumen
und prüfen, ob sie wirklich taugen.

Die Augen sind Fenster der Seele.
Sie sprechen schnell, aufrichtig, klar.
Wenn ich dann deine Liebe wähle,
dann sagen’s mir die Augen wahr.

Zwei Augen sind wie Operngläser.
Sie sehen nah und sehen schnell.
Sie sind gute Charakterleser
und seh’n ob’s düster ist, ob hell.

Die Augen hat uns Gott geschenkt.
Das hat er gut und klug geplant.
Damit der Mensch recht sieht und denkt
und nicht nur hofft und sinnlos ahnt.

Wenn Gott dem Mensch die Augen schliesst,
dann endet letztlich auch sein Leben.
Und wenn dir Sand ins Auge fliesst,
dann geht am Ziel der Schuss daneben.

Wer vor dem eigenen Lebensziel
aus Angst die beiden Augen deckt,
erreicht im Leben nicht sehr viel,
weil er sich selbst damit versteckt.

Halt immer beide Augen offen,
dann gehst du sicher durch dein Leben.
Es braucht zwar Glück, das darfst du hoffen.
Dies wird dir Gott dazu noch geben.

Auch unser Herrgott, er hat Augen.
Er schaut, was Menschen alles treiben.
Ob wir für’s Paradies einst taugen.
Vielleicht auch wartend, draussen bleiben.

Doch Gottes Augen sehn’ voll Liebe,
auf jeden Menschen, dich und mich.
Er überwacht das Weltgetriebe,
lädt alle einmal ein zu sich.

© 11/2007 Artur Beul, Zollikon.

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