Ich mag heute einfach nicht Dichten.
Vom Herzen klingt kein Echo her.
Darum will ich heute verzichten.
Ist nichts im Kopf, bleibt’s Papier leer.
Ich schlief nicht gut, drehte mich immer.
Dacht’ Sorgen nach, die keine sind.
Es war auch warm in meinem Zimmer.
Wie soll man so die Nacht verbringen?
Ich wollt’ mit Lesen mich ermüden.
Hab gutem, schlechtem nachgedacht.
Doch keines konnte mich betrügen
und das die ganze, lange Nacht.
Ich dacht’ an dich, wie es dir geht
und wie es steht mit uns zwei Beiden.
Ob es so herzlich weitergeht,
mit vielen Freuden, stillem Leiden.
Ich schreibe heute kein Gedicht,
ich habe dir ja nichts zu sagen.
Was soll den da ein leeres „Nicht“
den Leser später damit plagen?
© 05/2008 Artur Beul, Zollikon.
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