Papa, wo liegen deine Beine
auf denen ich so gerne sass?
Dies denk ich oft, bin ich alleine
und lege mich ins grüne Gras.

Du lebtest 39 Jahre,
zwei Jahre Vater warst du mir.
Ich hatt’ wie du schon viele Haare
und spielte, tobte gern mit dir.

Dann war dein Leben je zu Ende.
Du warst zu jung und ich zu klein.
Mir fehlten deine starken Hände.
Ich blieb mit Mama ganz allein.

Papa, man grub dich in die Erde.
Als Künstler bist du weggegangen.
Du wusstest nicht, was ich einst werde
und was ich später angefangen.

Ich hab Musik als Kunst empfunden,
die du als Farbe einst gesehen.
Ich hab den rechten Weg gefunden.
Ich hoff’ du hörst und kannst es sehen.

Dein Totenkopf vor dem Kamin,
den grub man später wieder aus.
Ich schaue täglich zu dir hin,
denk ans Vergehn und lern daraus…

© 05/2008 Artur Beul, Zollikon.

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