Im Schlaf versammeln sich Gedanken,
Erlebtes aus vergangner Zeit,
der vieles wir von Heut verdanken.
Verwirrt scheint die Vergangenheit.

Der Schlaf erzählt in den Berichten,
was einmal war und nicht mehr ist.
Meist sind es unwahre Geschichten,
dass du erstaunt darüber bist.

Der Schlaf, man sagt, er sei der Bruder
vom Tod, der ständig auf dich wartet.
Am Hadesschiff das eine Ruder,
das Richtung Hades mit dir startet.

Erwacht vom Schlaf, wie neugeboren,
steigt man dann in den Tag hinein.
Die Müdigkeit, die ging verloren.
Es soll wie Auferstehung sein.

Im Schlaf, den ich oft wirklich träume,
aus dem wird sicher kein Gedicht.
Er schwebt in unbekannte Räume
und dort erwach’ ich sicher nicht.

So denk ich oft, wenn ich erwache.
Bin teils erfreut, auch oft betrübt.
Ich hoff, dass Gott es richtig mache.
Er ist bestimmt um mich bemüht.

Sehr oft schlafe ich ganz tief ein
und hoff, es sei das letzte Mal.
Gott aber sagt zu mir dann „Nein“!
Er kennt des Schlafens letzte Zahl …

© 05/2008 Artur Beul, Zollikon.

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