George Sand, ihr Bild, hängt hier im Zimmer
als Originalzeichnung in Farb’.
Die Frau bewunderte ich immer,
seit dem ich sie als Bild erwarb.
In einem kleinen Provence-Keller,
wohl einmal ein Touristenladen,
stand neben staub’gen Bauerteller
ein schönes Bild, dies wollt ich haben.
Die Dame auf dem alten Bild
erkannte ich als George Sand.
Sie sah mich an, blauäugig, mild.
Ich wischt’ den Staub ab mit der Hand.
Für wenig Geld erwarb ich’s gleich.
Der Junge staunte, packt’ s schnell ein.
Er war sehr freundlich, mager, bleich
und blickte nur noch auf den Schein.
Er kannte diese Dame nicht
und wollte nur das Bild verkaufen.
Er sah in ihr nur ein Gesicht
und ringsherum Ameisen laufen.
S’ ging alles gut, den Berg hinunter.
Im Auto die berühmte Frau.
Ein solcher Fund machte mich munter.
Der Himmel und das Meer war blau …
Fast täglich las ich in dem Buch
über die Frau, ihr buntes Leben.
Bekannte hatte sie genug,
war Chopin’s Freundin noch daneben.
Ich kann hier nicht ihr Leben loben,
denn soviel Seiten fehlen mir.
Sie lächelt von der Wand da oben,
und dieses Lächeln, das gilt mir …
© 06/2008 Artur Beul, Zollikon.
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