Wenn Rosen nicht mehr Rosen sind,
nur noch verdorrte, braune Blätter,
spürst du des Herbstes kühlen Wind.
Auch Rosen leben mit dem Wetter.

Auch Menschen sind den Rosen gleich:
Sie blühen hell im Sonnenschein.
Doch wird es Nacht in ihrem Reich,
fühl‘n Menschen sich dann ganz allein.

Zum Glück gibt‘s einen hoch da oben.
Er lässt die Menschen nie allein.
Da nützen weder Angst noch Toben.
Dein Gott wird immer bei Dir sein.

Wenn Rosen nicht mehr Rosen sind,
dann dienen sie der guten Erde,
damit beim nächsten Frühlingswind
sehr viele Rosen wieder sind!

Das Menschenherz macht dies ja gleich.
Wenn‘s Wetter wird so kalt und grau,
wird unser Ausseh‘n fahl und bleich.
Uns allen fehlt des Sommers Blau.

© 08/2008 Artur Beul, Zollikon.

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