Wenn sich die Äste erdwärts neigen
und jagen welke Blätter fort.
Wenn müd’ sich Blätter letztmals zeigen,
für diese Zeit gibt’s nur ein Wort.
Und das heisst Herbst! – Die kühle Zeit
braust über’s Land mit voller Kraft.
Der Sommer ist Vergangenheit.
Er hat sein Ziel, sein Werk geschafft.
Noch schleicht ein bisschen Sonnenlicht
durch kahle Bäume, fast verstohlen.
Ich trau den faden Strahlen nicht.
Vergang’ne Zeit…zurück zu holen!
Da gibt’s nur eins – jetzt heisst es warten,
auch wenn es oft ein Opfer ist.
Denn Ruhe braucht auch jeder Garten,
in dem du lebst – zu hause bist.
Vergönn’ den Bäumen ihre Ruhe.
Sie sind nicht tot, sie schlafen bloss.
Sie tun, was du und ich auch tue.
Sie schlafen, wachsen, – werden gross.
Ja selbst die Erde muss sich drehen,
und unser Klima wechselt stets.
Auf Erden, da bleibt gar nichts stehen.
Heut kommt das Glück – und morgen geht’s!
Am Ende sieht ein jeder ein:
Die Sorgen die man sich oft macht,
sie alle sind ja nur ganz klein,
so dass man später drüber lacht!
© 10/2006 by Artur Beul, Zollikon.
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