Abschied von Artur
Eine halbe Stunde vor Beginn der Abdankung am Donnerstagvormittag riss der graue Himmel über Lachen auf und ein blauer Fleck zeigte sich, wie wenn Artur zuschauen wollte, ob alles nach seinen Wünschen geriet…
Eine kleine Schar von langjährigen Begleitern Arturs versammelte sich auf dem Friedhof von Lachen, um den verstorbenen Freund auf seinem letzten Weg zu begleiten. Pfarrer Edgar Hasler fand die passenden Worte des Abschieds, die den Begleitern wohl in diesen Minuten gefehlt hätten. Still standen Freunde und Pfarrer nach Beendigung der Zeremonie, ihre Blicke auf den mit Blumen geschmückten Sarg gerichtet, als etwas Überraschendes geschah: Von fern ertönten Trompetenklänge; und es läuft mir jetzt noch fast kalt über den Rücken, wenn ich mich daran zurückerinnere. «Am Himmel staht es Sternli» spielte der unsichtbare Trompeter. Er selber war nicht zu sehen, nur die Töne schwebten zwischen den Bäumen heran und senkten sich weich über Turis letzte Ruhestätte. Dann war das Lied zu Ende, und der kleine Trauerzug verliess den Friedhof. Bis jetzt ist nicht bekannt, wer der unbekannte Musiker war, der Artur auf so eindrückliche Weise Adieu gesagt hat.


Ich habe die traurige Aufgabe, Sie darüber zu informieren, dass Artur Beul am Samstag, dem 9. Januar, genau einen Monat nach seinem 94. Geburtstag, in den frühen Morgenstunden für immer friedlich eingeschlafen ist. Er fehlt unheimlich und hinterlässt eine riesengrosse Lücke.