„Das letzte Hemd hat keine Taschen.“
Hans Albers sang’s, – lang ist es her.
Darin gibt’s nichts mehr zu erhaschen.
Es nützt auch nichts, man braucht’s nicht mehr.

Die vielen vollen Hemdentaschen,
die leeren dann die Erben aus.
Du siehst nicht, wie sie gierig naschen.
Sie machen gar ein Fest daraus.

Das letzte Hemd, schön weiss gewaschen,
zieht man dir an, daneben Rosen.
Und andere füllen sich die Taschen.
Man zog dir aus sogar die Hosen!

Vielleicht war auch noch was darin.
Dies stört dich aber jetzt gar nicht.
Das Haben hat nur seinen Sinn,
solang es brennt, dein Lebenslicht.

Was man hier hat, ist nicht für immer.
Viele, die sehn zu spät dies ein.
Hier zählt nur Geld. Auch Glanz und Glimmer.
Doch drüben wird dies anders sein.

„Das letzte Hemd hat keine Taschen“ –
Hans Albers hat dies selbst erfahren.
Sein Bühnenhemd war voller Maschen.
Sein letztes Hemd, – Asche seit Jahren.

© 11/2007 Artur Beul, Zollikon.

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