Artur Beul als Ehrengast im Pfarreizentrum

Ein Artikel vom «Küsnachter». Text und Foto Béatrice Christen.

Artur BeulDie Seniorennachmittage im katholischen Pfarreizentrum Küsnacht sind beliebt. Letzte Woche trat das legendäre Cabaret Nostalgaga auf, um Artur Beul zu ehren, der sich im Publikum befand.

Béatrice Christen

Im Saal des katholischen Pfarreizentrums St. Georg herrschte Betrieb, galt es doch in letzter Sekunde noch Stühle und Tische bereitzustellen für das zahlreich erschienene Publikum. Anziehungspunkt an diesem Seniorennachmittag bildete zweifellos das bekannte Cabaret Nostalgaga, welches die Senioren unterhielt. Und die Anwesenden wurden nicht enttäuscht, als Franz Lindauers Tenor ertönte. Der 78-jährige Opernsänger gehört zu den Grossen in der Schweiz und im benachbarten Ausland. Mit seinem Tenor bezauberte er denn auch das Publikum. Letzteres wurde nicht nur von ihm, sondern auch von den anderen Mitgliedern des Cabarets Nostalgaga in die Darbietungen einbezogen. So suchte der heissblütige Sänger Roberto auf seiner Tour durch den Saal nach einem blonden Meiteli und wurde sogar fündig. Die Schauspielerin Yvonne Kupper schlüpfte unter anderem in die Rolle des Vamps und der Schweizer Putzfrau. Begleitet wurden die Darbietungen vom Pianisten Jean. Am Ende des ersten Teils applaudierte das Publikum, welches bei einigen der präsentierten Cabaret-Nummern mit bekannten Melodien sogar mitgesungen hatte, enthusiastisch.

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«Meine Lieder sind meine Kinder»

Ein Artikel vom «Küsnachter». Text und Foto Béatrice Christen.

Seine Welt ist die Musik. Mit 18 Jahren komponierte er «Am Himmel stoht es Sternli». Inzwischen ist er 93 Jahre alt und wird geehrt.

Béatrice Christen

Artur Beul war Lehrer in Einsiedeln. Bereits in jungen Jahren begann er mit dem Komponieren und Texten von Liedern. Mit 18 Jahren inspirierte ihn der Sternenhimmel, entstanden ist damals die Melodie «Am Himmel stoht es Sternli». Es folgten weitere Kompositionen, die heute noch im Trend liegen wie «Nach em Räge schint d’Sunne», «Stägeli uf, Stägeli ab». Die Musik beherrschte sein Leben, immer wieder präsentierte er neue Melodien, die zum Erfolg wurden. Als Beul in Zürich die Geschwister Schmid singen hörte, war er begeistert, nahm zu ihnen Kontakt auf und begann für die jungen Leute passende fröhliche Lieder zu komponieren. Beul wurde immer bekannter. Er heiratete Lale Andersen und komponierte auch für sie Titel, die bis heute unvergessen sind. Hans Albers ist nur einer der prominenten Stars, die von Beul komponierte Lieder sangen. Einige Jahre nach dem Tod von Lale Andersen heiratete der Komponist seine Frau Pat, mit der er heute noch zusammen ist.

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Jürg Amstein – Nekrolog für einen Freund und stillen Künstler

Aus der Schweizer Musiker-Revue (Mai 1988)

Textautor von Radiohörspielen, Schulfunksendungen, Cabarettexten, Radiooperettenlibrettist: Regenpfeifer sing Dein Lied (Musik: Artur Beul) Mitautor des Musicals: Der schwarze Hecht (Feuerwerk) mit Musik von Paul Burkhard. Librettist des Musicals: Nach em Räge schint d’Sunne – (Musik: Artur Beul)

Mit dem am 23. März verstorbenen Jürg Amstein verband Artur Beul, Komponist des Ländlermusicals «Nach em Räge schint d’Sunne», eine jahrelange Freundschaft. Im folgenden, sehr persönlich abgefassten Nekrolog bringt Beul seine Betroffenheit über den Tod des Freundes zum Ausdruck.

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Das Ländlermusical «Nach em Räge schint d’Sunne»

Bericht aus der Zeitung «Regensdorfer Musikwoche 1987»

Musikwoche

Uraufführung vor 33 Jahren

Am kommenden 2. Oktober sind es genau 33 Jahre her, seit in Aarburg die Uraufführung des von Artur Beul komponierten und von Jürg Amstein geschriebenen Stücks «Nach em Räge schint d’Sunne» erfolgte. Inzwischen sind viele der fröhlichen Melodien zu Evergreens geworden, die auch heute noch am Radio gespielt und immer wieder gerne gehört werden. Es kommt nur selten vor, dass bei älteren Stücken sowohl der Komponist als auch der Autor sich bester Gesundheit erfreuen und nach 33 Jahren nochmals einer Premiere beiwohnen können.

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