Wenn man alt ist, denken viele,
ist’s auch mit Vergnügen aus.
Frohe Feste, Sex und Spiele,
sind verschwunden aus dem Haus.

Wer so denkt, der denkt daneben.
Liebe, Spass und Leidenschaft
hat noch nie im ganzen Leben
reinen Tisch damit gemacht.

Nur der Wille und das Können
zieh‘n allmählich Bremsen an.
Stoppen dann das wilde Rennen.
Viele Träume wanken dann.

Doch ich spür noch stets das Leben,
wie es mir die Jugend gab.
Und es kann noch vieles geben,
was ich stets noch gerne hab.

Jahre können nicht verbieten,
was das Herz noch stets verlangt.
S’ gibt gewisse Lebensmythen.
Bin ich hier schon angelangt?

Keine Angst, ich würd’s erzwingen,
was im Leben nicht mehr geht.
Ich hoff nur, es wird gelingen,
was mir menschlich zugesteht.

Erst der Tod wird Schluss mir sagen.
Wann das ist, das weiss nur er.
Nicht einmal Gott könnte ich fragen.
Leben will ich und nicht mehr.

© 02/2008 Artur Beul, Zollikon.

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